Kategorie: Veranstaltungen

  • BIM und Bleistift

    BIM und Bleistift

    In der Auftaktfolge von ‚BIM und Bleistift‘ spricht Host Sebastian Toenissen (Green Lemon Consulting) mit Matthias Pfeifer – erfahrener Architekt, ehemals RKW Architektur+, und Vorstand bei BIM Allianz sowie BIM-Cluster-NRW e.V.

    Im Fokus: Die erfolgreiche BIM-Einführung bei RKW, die oft unklare Abgrenzung zwischen Grund- und Sonderleistungen im BIM-Kontext sowie ein kritischer Blick auf Überregulierung und den Ruf nach pragmatischer, marktorientierter Normierung. Für Bauherren und Planer gibt’s zudem konkrete Tipps zur Definition von Informationsanforderungen – und wie man unnötige Komplexität von Anfang an vermeidet. Ein Thema wird deutlich: Viele Aspekte von BIM sind bislang nicht in bestehende Regelwerke eingeflossen. Die anstehende HOAI-Novelle könnte hier für Bewegung sorgen – vorausgesetzt, der Transformationsprozess wird strukturiert angegangen.

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  • Brücken retten mit KI und BIM – digitale Helfer für die Infrastruktur von morgen

    Brücken retten mit KI und BIM – digitale Helfer für die Infrastruktur von morgen

    Wie lassen sich alternde Brücken länger sicher nutzen? Welche Rolle spielen Sensorik, Künstliche Intelligenz (KI) und Building Information Modeling (BIM) bei der Überwachung, Instandsetzung und Ertüchtigung von Bauwerken? Mit diesen Fragen beschäftigten sich das BIM-Cluster-NRW e.V. und die Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen bei ihrer gemeinsamen Veranstaltung „Brücken retten mit KI und BIM“ im Baukunstarchiv in Dortmund.

    Podiumsdiskussion: Markus Kramer, Tobias A. Fischer, Dr. Heinrich Bökamp und Dr. Otto Wurzer (v.l.n.r.)

    Mehr als nur ein aktuelles Infrastrukturthema stand dabei im Mittelpunkt. Angesichts zahlreicher sanierungsbedürftiger Brücken diskutierten Fachleute aus Planung, Verwaltung und Baupraxis, wie digitale Methoden helfen können, vorhandene Bauwerke länger zu nutzen, Ressourcen zu schonen und Investitionen gezielter einzusetzen. Moderator Markus Kramer, erster stellv. Vorsitzender des BIM-Cluster-NRW e.V. stellte fest: Der Erhalt bestehender Infrastruktur wird künftig ebenso wichtig sein wie der Neubau.

    Zum Auftakt betonte Dr. Heinrich Bökamp, Präsident der Ingenieurkammer-Bau NRW, die gesellschaftliche Bedeutung funktionierender Infrastruktur. Brücken seien längst zu einem sichtbaren Thema der öffentlichen Wahrnehmung geworden. Neben einer verlässlichen Finanzierung brauche es vor allem innovative Methoden, um den Zustand von Bauerwerken genauer zu erfassen und Erhaltungsmaßnahmen zielgerichtet umzusetzen. Digitale Technologien könnten dabei wichtige Unterstützung leisten. Gleichzeitig bleibe die fachliche Verantwortung stets bei den Ingenieurinnen und Ingenieuren.

    Einen Einblick in aktuelle Anwendungen gab schließlich Tobias A. Fischer von der Autobahn GmbH. Er stellte ein Pilotprojekt vor, bei dem elf Brücken in Nordrhein-Westfalen mit Sensorik ausgestattet werden, um Bauwerksbewegungen und Veränderungen kontinuierlich zu erfassen. Die Messdaten werden in Echtzeit ausgewertet. KI-gestützte Algorithmen helfen dabei, Trends und Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Ziel ist es nicht, die klassische Bauwerksprüfung zu ersetzen, sondern sie durch zusätzliche Informationen zu ergänzen. Prüfingenieureinnen und Prüfingenieure erhalten dadurch Hinweise, an welchen Stellen genauer untersucht werden sollte und können ihre Ressourcen gezielter einsetzen.

    Besonders interessant sei die Möglichkeit, große Datenmengen auszuwerten und unterschiedliche Bauwerke miteinander zu vergleichen. Dadurch könnten langfristig Erkenntnisse über typische Schwachstellen bestimmter Brückentypen gewonnen werden. Fischer machte zugleich deutlich, dass KI keine Entscheidungen treffen. Sie liefere Hinweise und Analysen, die fachliche Bewertung bleibe Aufgabe der Ingenieurinnen und Ingenieure.

    Wie digitale Methoden auch bei der Instandsetzung bestehender Bauwerke eingesetzt werden können, zeigte Dr. Otto Wurzer von WTM Engineers GmbH am Beispiel der Donaubrücke Donauwörth. Statt eines Neubaus verfolgt das Projekt das Ziel, ein Spannbetonbauwerk aus den 1960er Jahren durch gezielte Verstärkungsmaßnahmen weiter zu nutzen. Grundlage dafür ist ein detailliertes Bestandsmodell, das mit Vermessungsdaten und zerstörungsfreien Prüfverfahren kombiniert wird. So lässt sich das Innenleben der Konstruktion präzise erfassen und die Planung der Ertüchtigung deutlich sicherer gestalten.

    Zum Einsatz kommen dabei moderne Verfahren wie Radar- und Ultraschallmessungen sowie KI-gestützte Auswertungsmethoden. Sie helfen, Spannglieder und Bewehrungen innerhalb der Konstruktion exakt zu lokalisieren und Eingriffe präzise vorzubereiten. Ergänzend soll ein Bauwerksmonitoring später den Erfolg der Ertüchtigung kontinuierlich überprüfen. Das Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie BIM und digitale Datenerfassung dazu beitragen können, bestehende Bauwerke wirtschaftlich und nachhaltig weiterzuentwickeln.

    In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, dass digitale Werkzeuge zwar neue Möglichkeiten eröffnen, die Ingenieurkompetenz jedoch unverzichtbar bleibt. KI könne Routinetätigkeiten erleichtern und die Verarbeitung komplexer Datenmengen unterstützen. Für die Bewertung, Einordnung und Verantwortung seien jedoch weiterhin Menschen gefragt. Mehrfach wurde betont, dass insbesondere beim Erhalt bestehender Infrastruktur die Verbindung aus Erfahrung, technischem Verständnis und digitalen Methoden entscheidend sein werde.

    Oder wie ein Teilnehmer es auf den Punkt brachte: „Wer Bauwerke dauerhaft erhalten will, braucht nicht nur Daten, sondern auch Menschen, die diese Daten richtig interpretieren können.“

  • BIM, Informationssicherheit und KI: Was digitale Prozesse im Bundesbau leisten müssen

    BIM, Informationssicherheit und KI: Was digitale Prozesse im Bundesbau leisten müssen

    Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am 29. April 2026 im Ausbildungszentrum der Bauindustrie in Oberhausen zusammen. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Veranstaltung des Bauindustrieverbands NRW und des BIM-Cluster-NRW e.V. stand eine Frage, die für die Baupraxis immer wichtiger wird: Wie lassen sich digitale Planungs-, Bau- und Betriebsprozesse bei Verteidigungs- und Bundesbauten sicher, praxistauglich und effizient gestalten?

    Schon der Blick auf die Infrastruktur der Bundeswehr machte deutlich, um welche Dimensionen es geht. Antje Grande, Referatsleiterin im Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw), CISO Infra und Zentrale Ansprechstelle BIM im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung, gab einen Einblick in die besonderen Anforderungen beim Planen, Bauen und Betreiben militärischer Infrastruktur. Dabei wurde klar: Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist, dass digitale Werkzeuge bestehende Verfahren besser unterstützen und konkrete Mehrwerte für die Projektbeteiligten schaffen.

    Ein Schwerpunkt lag auf der Informationssicherheit. Denn BIM-Modelle, gemeinsame Projekträume und strukturierte Datenablagen können die Zusammenarbeit erheblich erleichtern. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an den Umgang mit sensiblen Informationen. Wer darf auf welche Daten zugreifen? Welche Informationen müssen wirklich vorgehalten werden? Wie werden Schutzbedarf, Zuständigkeiten und Kommunikationswege geregelt? Die Diskussion zeigte: Digitale Zusammenarbeit braucht klare Regeln, technische Schutzmaßnahmen und ein gemeinsames Bewusstsein für Risiken.

    Einen weiteren Blick auf die praktische Anwendung von BIM im Bundesbau gab Bojana Djakovic-Vrhovec, Referentin bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie digitale Methoden Planen, Bauen und Betreiben öffentlicher Gebäude stärker miteinander verbinden können. Gerade im Bundesbau treffen hohe fachliche Anforderungen, komplexe Zuständigkeiten und langfristige Betreiberinteressen aufeinander. BIM kann hier dazu beitragen, Informationen über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes strukturierter verfügbar zu machen und die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten zu verbessern. Damit wurde deutlich: Der Nutzen digitaler Methoden zeigt sich nicht nur in der Planung, sondern auch in der späteren Nutzung und Bewirtschaftung von Gebäuden.

    Wie Künstliche Intelligenz die BIM-Methodik unterstützen kann, zeigten Cedric Gadischke und Alexander Schmid von der BWI-Bau GmbH – Institut der Bauwirtschaft. Ihr Vortrag machte deutlich, dass KI bereits heute bei einzelnen Arbeitsschritten helfen kann, etwa bei der Auswertung von Dokumenten, der Aufbereitung von Datengrundlagen oder der Unterstützung von Modellierungsprozessen. Zugleich war die Botschaft realistisch: KI ersetzt keine fachliche Prüfung. Gerade bei sicherheitsrelevanten oder stark regelbasierten Prozessen bleiben nachvollziehbare und überprüfbare Verfahren unverzichtbar.

    „BIM, Informationssicherheit und Künstliche Intelligenz dürfen nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Gerade bei Verteidigungs- und Bundesbauten geht es darum, digitale Prozesse sicher, praxistauglich und nachvollziehbar zu gestalten. Nur so entstehen echte Mehrwerte für Planung, Bau und Betrieb“, fasste Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbands NRW die Veranstaltung zusammen.

    Beim anschließenden Imbiss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum Austausch und zur weiteren Vernetzung. Die Veranstaltung zeigte: BIM bietet großes Potenzial, Prozesse im öffentlichen Bau zu strukturieren, transparenter zu machen und zu beschleunigen. Damit dieses Potenzial in der Praxis ankommt, braucht es belastbare Datenstrukturen, klare Verantwortlichkeiten und ein hohes Maß an Informationssicherheit.

  • BIM, TGA und Gebäudeautomation: Kooperationsveranstaltung in der Viega World beleuchtet den Weg vom Planen zum Betreiben

    BIM, TGA und Gebäudeautomation: Kooperationsveranstaltung in der Viega World beleuchtet den Weg vom Planen zum Betreiben

    Attendorn, 28. Mai 2026 – Wie kann BIM dazu beitragen, technische Gebäudeausrüstung und Gebäudeautomation nicht nur besser zu planen, sondern auch im späteren Betrieb wirksam zu nutzen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Kooperationsveranstaltung „BIM, TGA und Gebäudeautomation“ der buildingSMART-Regionalgruppen Rheinland, Rhein-Ruhr und Ostwestfalen-Münsterland gemeinsam mit dem BIM-Cluster-NRW e.V. in der Viega World in Attendorn.

    Nach einer kurzen Begrüßung durch Ulrich Zeppenfeldt, Vice-President bei der Viega Gmbh & Co. KG, Gunther Wölfle, Geschäftsführer von buildingSMART Deutschland und Matthias Pfeifer, Vorsitzender des BIM-Cluster-NRW e.V. gaben Ulrich Zeppenfeldt und Klaus Ege, Gründer der Fact GmbH Einblicke in die Entstehung der Viega World. Dabei schilderten sie das Projekt aus Bauherren- und TGA-Perspektive als einen Prozess, in dem Funktionen, Nutzungsanforderungen, Trassen, Energiefragen und Schnittstellen frühzeitig konzeptionell zusammengeführt wurden. Dabei spielte die technische Gebäudeausrüstung von Beginn an eine zentrale Rolle.

    Zugleich machten beide deutlich, dass die Arbeit mit digitalen Modellen allein noch keine durchgängig belastbare Datengrundlage für den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes schafft. Vielmehr brauche es klare Strukturen, eindeutige Referenzen und geeignete Prozesse, um Geometrie, Information und Funktion sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Gerade für den späteren Betrieb sei entscheidend, dass Informationen konsistent nutzbar bleiben.

    Pierre Hayna, Planungsingenieur bei Bähr Ingenieure stellte einen Ansatz vor, der die Gebäudeautomation frühzeitig in die BIM-gestützte TGA-Planung einbindet. Ausgangspunkt ist dabei ein eigenes Raummodell, aus dem sich Informationen zu Gebäude, Geschoss, Raumbereichen und technischen Komponenten ableiten lassen. Ziel ist es, technische Elemente räumlich eindeutig zuzuordnen und diese Informationen auch für Betrieb und Wartung nutzbar zu machen.

    Anhand konkreter Beispiele zeigte der Vortrag, wie sich etwa Regelventile oder andere Komponenten einem Raum zuordnen lassen, damit Störungen oder Unterversorgungen im Betrieb schneller nachvollzogen werden können. Gleichzeitig wurde offen benannt, dass bestimmte Arbeitsschritte derzeit noch manuell erfolgen und die Verknüpfung von Daten in der Praxis vielfach noch über einfache Mittel wie Excel-Exporte und Abgleiche hergestellt wird. Der Anspruch sei daher, Prozesse so weit wie möglich zu vereinfachen und zu automatisieren

    Nach einer Führung durch die Viega World widmeten sich Sebastian Wieczorek, Leiter BIM-Management und Digitalisierungsstrategien und Dominik Huhn, Niederlassungsleiter Gebäudeautomation, von der ZWP Ingenieur-AG der Frage, wie sich BIM und Gebäudeautomation stärker zusammenführen lassen. Aus ihrer Sicht bestehen hier weiterhin deutliche Brüche zwischen Planung und Betrieb. Zwar seien beide Bereiche etabliert, eine durchgängige Verbindung über den gesamten Lebenszyklus sei jedoch häufig noch nicht erreicht.

    Als zentrale Herausforderungen nannten die Referenten fehlende Datenstrategien, sowie begrenzte BIM-Erfahrung bei ausführenden Firmen. Demgegenüber stellten sie die Anforderungen eines modernen Gebäudebetriebs heraus: hohe Verfügbarkeit, effiziente Anlagen, klare Informationsstrukturen, Monitoring, Fehlererkennung und nachvollziehbare Datenflüsse.

    Deutlich wurde dabei auch, dass die Diskussion längst über die reine Modellierung hinausgeht. Es gehe zunehmend darum, welche Daten zu welchem Zeitpunkt gebraucht werden, wie sie eindeutig strukturiert werden können und wie sich die Bedürfnisse von Bauherrschaft, Planung und Betrieb frühzeitig zusammenbringen lassen. Die Referenten formulierten das entsprechend zugespitzt: „BIM ohne Gebäudeautomation bleibe unvollständig, Gebäudeautomation ohne BIM sei ineffizient.“

    Die Veranstaltung machte deutlich, dass BIM, TGA und Gebäudeautomation nicht getrennt voneinander gedacht werden können, wenn digitale Prozesse im Gebäudesektor wirksam werden sollen. Entscheidend sind nicht nur geeignete Werkzeuge, sondern vor allem abgestimmte Prozesse und die Bereitschaft, den Betrieb schon in frühen Planungsphasen mitzudenken.

    Klaus Ege (Fact GmbH) und Ulrich Zeppenfeldt (Viega GmbH)
    Matthias Pfeifer, BIM-Cluster-NRW e.V.
    Aqua Lab in der Viega World
    TGA wird sichtbar mittels Augmented Reality am Weißmodell
  • BIM, Bier und „echte“ Architekten

    BIM, Bier und „echte“ Architekten

    In der neuen Folge von BIM & Bier taucht Gastgeber Falk Wagner in die Welt der Architektur ein: Wo stehen „echte“ Architekt*innen und Stadtplaner*innen (= die Mitglieder der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen) beim Thema BIM und Digitalisierung? Was läuft gut, wo gibt’s noch Luft nach oben?

    Unser Gast kennt sich da bestens aus, denn Simon Adenauer leitet bei der Architektenkammer NRW die Abteilung Planen und Bauen und ist zudem Geschäftsführer des BIM Clusters NRW e.V.

    Neben den Herausforderungen und Chancen in punkto Digitalisierung und BIM sprechen wir natürlich auch über Künstliche Intelligenz – Urheberschaft und Haftung sind da zum Beispiel Themen, die die Architektenschaft umtreiben.

    Bei allen offenen Fragen und Hemmnissen waren wir uns am Ende der Folge sehr einig, dass es natürlich bei der Digitalisierung kein Zurück mehr gibt. Aber wir kommen auch nur gemeinsam voran – etwa durch Community-getriebene Lösungen oder indem wir Neues ausprobieren, statt immer auf die 100 Prozent-Lösung zu warten.

    Apropos Neues probieren: Unser Bier ist diesmal ein Weizenbock namens „More German goes not“ und kommt aus Lübeck von Sudden Death Brewery. Prost!

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  • BIM im Bestand: Unsichtbares wird sichtbar

    BIM im Bestand: Unsichtbares wird sichtbar

    Diskutierten den Einsatz und den Nutzen von BIM im Betrieb öffentlicher Gebäude: Simon Adenauer (Leiter der Abteilung Planen & Bauen/AKNW), Dr. Niklas Alsen und Margo Mlotzek (MHKBD), Ernst Uhing (Präsident der AKNW), Matthias Pfeifer (Vorsitzender/BIM-Cluster-NRW) und Prof. Dr. Anica Meins-Becker (Bergische Universität Wuppertal). Nicht im Bild: Diana Lang (Lang & Lang GmbH). – Foto: Bendix Loevenich/AKNW

    Welchen Nutzen hat ein digitaler Zwilling eines Bestandsgebäudes für Städte und Gemeinden? Lohnt sich die Erstellung eines digitalen Abbilds? Inwiefern kann Building Information Modeling (BIM) den Aufwand für das Gebäudemanagement in Kommunen senken und am Ende den technischen Gebäudedienst entlasten? – Mit diesen Fragen beschäftigten sich Ende November das BIM-Cluster NRW e. V., die Architektenkammer NRW und das NRW-Bauministerium.

    Konkret ging es um die Frage, welche Chancen sich mit BIM für Städte und Gemeinden zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Schulen, Sporthallen, Rathäusern und anderen kommunalen Gebäuden eröffnen. Gut 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die in Architektur- und Planungsbüros sowie in städtischen Bauämtern tätig sind, waren zu der Fachtagung gekommen, um eine neue Positionierung zu erörtern: Während bei der modellbasierten Arbeitsmethode häufig vor allem die Vorteile für das Planen und Errichten neuer Objekte diskutiert werden, sollte die Veranstaltung in Düsseldorf jetzt den Fokus auf die Bewirtschaftung von Bestandsgebäuden lenken. 

    Sicht der Landesregierung: „BIM is WIN“

    BIM bewege die Kommunen in NRW, betonte Dr. Niklas Alsen von der Stabsstelle Digitalisierung und innovatives Bauen im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Digitalisierung (MHKBD) Nordrhein-Westfalen. Er referierte über den Sachstand der BIM-Einführung aus der Sicht der Landesregierung und analysierte u. a. die Ergebnisse einer Online-Umfrage unter NRW-Kommunen: „Rund 20 Prozent nutzen BIM bereits in der Planung. Und deutlich mehr äußern Interesse, sich dem Thema in Zukunft zu widmen“, so Alsen. Dass BIM zukunftsweisend ist, kommuniziere die Landesregierung daher auf ihrer Wissensplattform „BIM is Win“. Speziell werde auch auf Mehrwerte für Kommunen im Bereich Gebäudebetrieb abgehoben. Das Credo: Ein durchgängiger, digitaler Informationsfluss im Betrieb von Gebäuden sorgt für Transparenz, Effizienz und Nachhaltigkeit. 

    Daten genau definieren

    „Nicht so viel BIM wie möglich, sondern so viel wie nötig“, zitierte der Vorsitzende des BIM-Cluster-NRW e.V., Architekt Matthias Pfeifer, einen der wichtigsten Grundsätze für die BIM-Einführung. Pragmatisch und zielorientiert solle der BIM-Einsatz auch im Bestand sein, sagte er. Der Fokus müsse auf der Erfüllung spezifischer Projektanforderungen und -ziele liegen. BIM-Tools und -Methoden sollten dort angewendet werden, wo sie einen klaren Mehrwert bieten. „Eine frühzeitige Definition der benötigen Daten ist daher der Schlüssel zum Erfolg“, so AKNW-Vorstandsmitglied Pfeifer, der Mut zu „mehr Einfachheit“ machte. „Bei BIM im Betrieb geht es weniger um Modelle, sondern mehr um Daten.“ 

    BIM-Beispiel Montessori-Schule

    Die richtigen Werkzeuge helfen bei der Gesamtsicht auf und in das Gebäude, das zu jedem Zeitpunkt in Echtzeit beobachtet und verstanden werden kann. Sie liefern eine Möglichkeit, ein Gebäude in der gesamten Betriebsphase bestmöglich auszusteuern und kontinuierlich zu optimieren. Ein Best-Practice-Beispiel hierfür stellte Diana Lang von der Lang & Lang GmbH (Erlangen) vor. Das Dienstleistungsunternehmen hat sich auf Digitalisierung, Facility Management und BIM spezialisiert und in Herzogenaurach einen digitalen Zwilling der dortigen Montessori-Schule erstellt. Das 3D-Modell wurde in einem spielerischen Ansatz und unter Beteiligung der Schülerschaft erstellt. Mithilfe datenbasierter Steuerung wird nun unter anderem der Energieverbrauch des Gebäudes optimiert. Diana Lang hob einen besonderen Nutzen dieses Prozesses hervor: „Digitalisierung wird greifbar. Sie macht Unsichtbares sichtbar.“ Objekte werden benannt und im digitalen Raum abgelegt. Der Effekt: „Das gibt Dingen einen Wert und hilft, auf sie zu achten.“ 

    Start mit kleinen Pilotprojekten?

    Konkrete Handlungs- und Digitalisierungs-Empfehlungen für die kommunale Praxis brachte Prof. Anica Meins-Becker von der Bergischen Universität Wuppertal mit, vor allem mit Blick auf eine der zentralen Fragen der Handlungsträger*innen aus den kommunalen Bauverwaltungen und der kommunalen Gebäudewirtschaft: Wie kann eine bedarfsgerechte und zielgerichtete Implementierung von BIM im Gebäudemanagement gelingen? „Starten Sie kleine Pilotprojekte, beziehen Sie relevante Akteurinnen und Akteure mit ein“, empfahl Professorin Meins-Becker, die für das MHKBD zwei Handlungsempfehlungen zur BIM-Strategie und zur BIM-Einführung im Gebäudebetrieb erarbeitet hat. Darin enthalten sind auch Umsetzungshinweise für den Einsatz in der Betriebsphase.

    Kompetenzaufbau sei das eine, Mut und Motivation das andere, ergab die abschließende Diskussion zum Thema. Dazu zähle, im Netzwerk weiter Wissen aufzubauen und wechselseitig weiterzugeben. „Die Erwartungen für erste Projekte in der Umsetzung sollten nicht zu hoch angesetzt werden“, so die Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung und innovatives Bauen im MHKBD, Architektin Margo Mlotzek. Am Ende helfe BIM im Betrieb kommunaler Gebäude allen Beteiligten dabei, die Objekte besser zu verstehen. 
    AKNW-Präsident Ernst Uhing rief dazu auf, vorhandene Kompetenzen mehr zu nutzen. „Planerinnen und Planer müssen möglichst früh in Planungsprozesse eingebunden werden – in das, was wir Leistungsphase 0 nennen.“ Ergänzend appellierte AKNW-Vorstandsmitglied Matthias Pfeifer für Rationalisierung. „Es muss bei den Prozessen angesetzt werden. Mehr Optimierung: Digitalisierung macht das möglich!“  

    09. Dezember 2025 | von Melanie Brans (AKNW)

  • Vom digitalen Zwilling zum Bohrroboter – BIM auf der Baustelle

    Vom digitalen Zwilling zum Bohrroboter – BIM auf der Baustelle

    Unter dem Motto „BIM auf der Baustelle“ lud das BIM-Cluster-NRW e.V. gemeinsam mit dem Bauindustrieverband NRW am 10. September zur Netzwerkveranstaltung ins Ausbildungszentrum der Bauindustrie nach Oberhausen ein. In einem ehemaligen Kinosaal lauschten rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Fachleuten aus der Planung.

    Nach der Begrüßung durch Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes NRW, wurden konkrete Einblicke in die Anwendungsmöglichkeiten von Building Information Building (BIM) gegeben.

    Daniel Simons von der nesseler plan GmbH aus Aachen zeigte, wie digitale Abbildungen zunehmend zur realen Anwendung auf der Baustelle werden und Prozesse vor Ort effizienter gestaltet werden können. Großen Bewunderung beim Publikum löste der Einsatz eines Bohrroboters aus, der auf Grundlage des BIM-Modells automatisiert über 13.000 Bohrlöcher millimetergenau in eine Sichtbetondecke bohrte.

    Im Anschluss berichtete Jürgen Litsch von STRABAG aus Köln über die Integration von BIM in das technische Controlling im Verkehrswegebau. Litsch sprach über verschiedene Anwendungsfälle im Building Information Modeling, wie beispielsweise die fotobasierte Baustellendokumentation mithilfe georeferenzierter Bilder. BIM sei für ihn ein „Enabler“, so der Bauingenieur.

    Nach einem kurzen Imbiss setzte Dr.-Ing. Robert Hartung von der Bauunternehmung BUNTE einen weiteren Schwerpunkt. Anhand des Schleusenbaus an Wasserstraßen illustrierte er, wie der „digitale“ Zwilling den Schritt von der Planung bis hin zur Umsetzung vor Ort ermöglicht und so Brücken zwischen digitaler Welt und Baustellenrealität schlägt.

    Neben den Fachvorträgen stand vor allem der Austausch im Mittelpunkt. Eine große Zahl an Rückfragen nach den jeweiligen Vorträgen verdeutlichte das rege Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auch das abschließende Get-together wurde als Gelegenheit genutzt, um sich über Erfahrungen mit Building Information Modeling auszutauschen.

  • BIMwerker Tagung in Duisburg (26. August 2025)

    BIMwerker Tagung in Duisburg – Kommunale BIM-Strategien in der Praxis

    Am 26. August 2025 findet in Duisburg die hybride BIMwerker Tagung (vor Ort oder online) statt – eine bundesweite Plattform zur kommunalen Einführung von Building Information Modeling (BIM).

    Im Zentrum: Die kommunale BIM-Strategie der Stadt Duisburg – mit Einblicken in die Verwaltungsspitze (Stadtdirektor) sowie den Geschäftsbereich Personal (Mitarbeiterschulung, Rollenmodelle). Ergänzt wird dies durch Praxisbeispiele und die Ausstellung „BIM zum Anfassen“.

    Freuen Sie sich auf:

    • Impulse & Erfahrungsberichte aus Modellkommunen

    • Austausch mit Verwaltung, Planung & Digitalisierung

    • HR-Einblicke & strategische Umsetzung durch die Verwaltungsspitze • Networking, Ausstellung & hybride Teilnahmeoption (vor Ort oder online)

    10 % Rabatt für Mitglieder des BIM-Cluster NRW → Code: BWCKNRW10

    ➤ Infos & Anmeldung: https://bimwerker.de/events/bimwerker-tagung-kommunale-bim-strategie-duisburg/

  • BIM in Forschung und Lehre

    BIM in Forschung und Lehre

    Foto: Simon Adenauer

    Am 5. Juni 2025 fand im Atrium der PBSA – Hochschule Düsseldorf das Format „BIM in Forschung und Lehre“ (Building Information Modeling) statt, die von Prof. Moritz Fleischmann als Kooperationsveranstaltung für Studierende, Mitglieder des BIM-Cluster-NRW e.V. und den buildingSMART Regionalgruppen NRW eröffnet wurde. Prof. Fleischmann forderte einen intensiveren Austausch zwischen Studierenden und Hochschulen und der Berufspraxis.  

    Eduard Dischke, Vorstandsmitglied es BIM-Cluster NRW e.V., betonte die zentrale Rolle digitaler Prozesse im Bauwesen: „Erst digital, dann real bauen“, lautete das Motto. Dischke stellte Ziele des Vereins vor, der sich der ganzheitlichen Abbildung der Wertschöpfungskette im Bauwesen durch BIM verschrieben hat. Dabei stehen Veranstaltungen und die Vernetzung mit politischen Entscheidungsträgern, etwas dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, ebenso im Fokus wie der Wissensaustausch zwischen den Mitgliedern.

    Leonardo Micolta Diaz gab einen Überblick über die Arbeit der buildingSMART-Regionalgruppe Rhein-Ruhr. Von den 15 Regionalgruppen in Deutschland sind drei in Nordrhein-Westfalen aktiv. Ziel der Regionalgruppen sei es, BIM in der Praxis zu verbreiten, den Austausch von Erfahrungen zu fördern und regionale sowie internationale Netzwerke zum Thema BIM zu stärken.

    Jörg Ziolkowski, Architekt und Partner bei der ASTOC Architects and Planners GmbH,  sprach anschließend in seiner Rolle als Vertreter von buildingSMART Deutschland. Mit rund 800 Mitgliedern versteht sich die Non-Profit-Organisation als Plattform für die kollaborative Entwicklung und Umsetzung von Standards im digitalen Planen und Bauen. Ziolkowski verwies auf die Bedeutung von gemeinsamen Standards, die durch einheitliche Leitfäden, die unter anderem im buildingSMART-eigenen Verlag veröffentlicht werden, gefördert werden sollen.

    Prof. Dr.-Ing. Niels Bartels von der Technischen Hochschule Köln präsentierte unter dem Titel „Next Generation BIM“ aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen. Er stellte die Frage, was BIM in einem Projekt wirklich effektiv macht, und nannte drei zentrale Voraussetzungen: eine klare Erwartungshaltung, offene Zusammenarbeit zwischen den Gewerken sowie verbindliche Anforderungen an den Datenaustausch. Die nächste Generation BIM-Nutzer sei geprägt durch einen Wechsel vom Generalisten zum integrierten Spezialisten. Den offeneren Umgang mit Daten in der jungen Generation sieht Bartels als Vorteil für die zukünftige Verfügbarkeit von Daten. Diese spiele eine zentrale Rolle bei der Optimierung von digitalen Prozessen. Zugleich warnte Bartels vor einer unrealistischen Erwartungshaltung und betonte die Notwendigkeit einer offenen Fehlerkultur.

    Prof. Dr.-Ing. Henriette Strotmann von der FH Münster stellte einen neu gestarteten berufsbegleitenden Masterstudiengang vor, der dem zunehmenden Fachkräftemangel im Bereich BIM entgegenwirken soll. Studien zeigen, dass sich drei Viertel der Studierenden unzureichend auf die Praxis vorbereitet fühlen. Der neue Master basiert auf vier Grundpfeilern: Interdisziplinarität, Praxisnähe, Berufsbegleitung und umfassende Inhalte.

    Sarah Merz berichtete in Vertretung von Eva Wick’l über die Erfahrungen der Stadt Duisburg mit der Einführung von BIM in der öffentlichen Verwaltung. Ein zentrales Erfolgsrezept sei es gewesen, ein großes, in der Öffentlichkeit sichtbares BIM-Team zu etablieren. Herausforderungen bestünden vor allem in der oft trägen öffentlichen Hand und der schwierigen Zieldefinition. Merz betonte den Faktor Mensch: Kommunikation, Rollenklärung und Offenheit seien entscheidend für den Erfolg digitaler Bauprojekte. Eva Wick’l habe sich außerdem erfolgreich dafür eingesetzt, BIM-Manager tariflich besser einzugruppieren, um für mehr Wertschätzung zu sorgen.

    Prof. Dr.-Ing. Fabian Schmid von der Technischen Hochschule Augsburg präsentierte das Ausbildungsprogramm zum „digitalen“ Baumeister. Der interdisziplinäre Bachelorstudiengang verbindet Bauingenieurwesen, Architektur und Energieeffizienz. Neben klassischen Berufsbildern werden auch neue und hybride Rollen für die digitale Zukunft des Bauens ausgebildet.

    In der abschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass die Digitalisierung im Bauwesen große Chancen, aber auch Unsicherheiten mit sich bringt. Während Fabian Schmid betonte, dass individuelle Zielklarheit entscheidend sei, warnte Henriette Strotmann davor, Studentinnen und Studenten mit zu viel Freiheiten zu überfordern – gerade in technisch und inhaltlich stark strukturierten Studiengängen wie den Ingenieurwissenschaften. Sarah Merz hob die Bedeutung des Alters und der Erfahrungswelten in der Auseinandersetzung mit BIM hervor: Unterschiedliche Generationen brächten unterschiedliche Perspektiven ein, was sowohl Herausforderungen als auch Potenzial sei.

  • Von der Projektidee bis zum Betrieb: Die BIM-Methode aus der Sicht der Projektentwicklung und des Gebäudebetriebs

    Von der Projektidee bis zum Betrieb: Die BIM-Methode aus der Sicht der Projektentwicklung und des Gebäudebetriebs

    Foto: Simon Adenauer

    Am 29. August 2024 fand die diesjährige Sommerveranstaltung des BIM Cluster NRW im Luftschiffhangar in Mülheim an der Ruhr statt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Von der Projektidee bis zum Betrieb: Die BIM-Methode aus der Sicht der Projektentwicklung und des Gebäudebetriebs“ und bot den Teilnehmern praxisnahe Einblicke in die Anwendung von Building Information Modeling (BIM).

    Den Auftakt der Veranstaltung bildete die Begrüßung durch Matthias Pfeifer, den Vorsitzenden des BIM Cluster NRW e.V., gefolgt von Markus Kramer, dem ersten stellvertretenden Vorsitzenden, der nicht nur durch die Veranstaltung führte, sondern auch die abschließende Podiumsdiskussion moderierte.

    Im ersten Vortrag des Tages präsentierte Tobias Wiesenkämper, von Ripkens Wiesenkämper Beratende Ingenieure PartGmbB, die technischen Hintergründe der beeindruckenden Veranstaltungs-Location. Er stellte das Tragwerk des Luftschiffhangars vor, das durch seine Dimensionen beeindruckt: Fachwerkträger mit einer Breite von über 40 Metern und einer Höhe von 28 Metern. Dieses Hochleistungstragwerk stellt eine einzigartige Verschmelzung von nachhaltigen Materialien und traditioneller Handwerkskunst dar und setzt neue Maßstäbe in der modernen Bauweise.

    Anschließend sprach Christoph Röhr, von der Real Estate Management Assistance GmbH, über die „BIM-Anwendung in der Projektentwicklung“. Er betonte die Bedeutung, mit einem einfachen Projekt zu beginnen und vor allem die Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) klar zu definieren. Diese seien besonders wichtig und nicht delegierbar. Röhr verwies auch auf mögliche Fallstricke, die sich jedoch vermeiden ließen, und zeigte auf, dass sich BIM gerade für Projektentwickler lohnen könne.

    Der abschließende Vortrag von Kai Weist, Building Information Management GLW GmbH, bot Einblicke aus der Beratungspraxis, insbesondere im Bereich des Industriebaus. Weist berichtete über seine umfangreichen Erfahrungen und seine Expertise im Einsatz von BIM in der Fabrikplanung. Er zeigte verschiedene Anwendungsbeispiele und Use Cases, die verdeutlichten, wie BIM bereits in der Praxis die Grundlage auch für den späteren Betrieb von Gebäuden sein kann.

    Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion, moderiert von Markus Kramer. Die kenntnisreiche Diskussion unter reger Beteiligung des Publikums zeigte deutlich, dass BIM in der Mitte der Planungsbüros angekommen ist. Die Diskutanten betonten, dass BIM eine strukturierte Planung und eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten erfordere. Es wurde hervorgehoben, dass die Arbeit mit BIM bis auf die Bauteilebene ins Detail gehen muss, was einen nicht unerheblichen Aufwand bedeutet, der sich jedoch am Ende auszahle. Ein wichtiger Aspekt war zudem die Bedeutung von BIM für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele im Bauwesen.

    Ebenso wichtig wie die inhaltlichen Impulse waren der anschließende Austausch und das Networking bei einem gemeinsamen Imbiss im Luftschiffhangar in Mülheim. Die Veranstaltung bot somit nicht nur einen fachlichen Austausch auf hohem Niveau, sondern auch die Möglichkeit, in einzigartiger Atmosphäre neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Netzwerke zu pflegen.